Interreligiöses Treffen verschiedener Traditionen am Domplatz


Am 20.02.2019 trafen sich die VertreterInnen der Multireligiösen Plattform Innsbruck (MRPI) in den Amtsräumen von Bischof Hermann Glettler zu einem Arbeitsgespräch. Dabei erinnerte sich Bischof Glettler an seine multireligiösen Akzente die er bereits in seiner Grazer Pfarre umgesetzt hat. Er versicherte, die pflegliche Zusammenarbeit mit den verschiedenen Glaubensrichtungen seitens der Römisch-katholischen Kirche auch in Tirol fortzusetzen. 

In diesem zweistündigen Austausch erklärten die VertreterInnen der Religions- und Glaubensgemeinschaften ihren geschichtlichen Werdegang in Tirol und ihre derzeitigen Schwerpunkte. Ziel der MRPI ist es, neben der gelebten Akzeptanz und Toleranz, jeder der in ihr vertreten Glaubensgemeinschaften, gleichviel Gehör und Aufmerksamkeit zu widmen, egal ob es sich dabei um eine Minderheit oder eine der „Großkirchen“ handelt. In diesem Zusammenhang wurde auch debattiert, wie ein gemeinsames, multireligiöses Auftreten im öffentlichen Raum bei verschiedenen Veranstaltungen in verträglicher Form gestaltet werden kann.

In dieser Sitzung wurde auch vereinbart, daran zu arbeiten, in naher Zukunft in der Stadt Innsbruck einen Ort der Multireligiosität zu schaffen. Dies soll zugleich ein Ort der Begegnung sein, in dem es möglich sein wird, in vielfältiger Weise die Inhalte und die Gemeinsamkeiten der hier ansässigen Religionen kennenzulernen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wohl noch weiter Treffen wie dieses notwendig werden.

Dieses Mal mit dabei war:
DI Özgür Erdogan, Alevitischen Glaubensgemeinschaft
Julia Schumacher-Fritz, Altkatholische Kirche
Peter Pfötscher, Buddhistische Religionsgesellschaft
Erich Klemera, Evangelische Kirche AB und HB
Imam Samir Redzepovic, Islamische Glaubensgemeinschaft
Bischof Gerhard Egger, Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Ing. Max Valtingojer, Neuapostolische Kirche
Bischof Hermann Glettler, Dr. Johannes Wechner und Mag.a Magdalena Modler-El-Abdaoi, Römisch-katholische Kirche
Mag.a Gordana Nadler, Serbisch-orthodoxe Kirche