Follow us :-

Neuapostolische Kirche

Seit wann gibt es die Neuapostolische Kirche?

Ihre Wurzeln hat die Neuapostolische Kirche im 19. Jahrhundert. Aus den Katholisch-Apostolischen Gemeinden entstand ab 1863 die Neuapostolische Kirche. Um bei der zunehmenden Zahl an Gläubigen, Gemeinden und Aposteln die Einheit zu erhalten, wählten die Apostel 1897 erstmals aus ihrer Mitte ein geistliches Oberhaupt, den Stammapostel, der die Neuapostolische Kirche leiten sollte. Dies förderte die Entwicklung der Gemeinden und führte zu einem starken inneren und äusseren Wachstum.

 

Woran glauben die Neuapostolischen Christen?

Neuapostolische Christen glauben an den dreieinigen Gott, an Jesus Christus als den Mensch gewordenen Gott, an seinen Opfertod, seine Auferstehung und seine Wiederkunft, an die Kirche als heilsvermittelnde Instanz, an die Sendung der Apostel und an die Sakramente als Heilszuwendungen Gottes.

 

Ein wichtiger Satz für die Neuapostolischen Christen ist…

Das Wiederkommen Christi zur Heimholung seiner Braut ist ein zentraler Bestandteil neuapostolischer Glaubenslehre.

 

Vision der Neuapostolischen Kirche…

Eine Kirche, in der sich Menschen wohl fühlen und – vom Heiligen Geist und der Liebe zu Gott erfüllt – ihr Leben nach dem Evangelium Jesu Christi ausrichten und sich so auf Sein Wiederkommen und das ewige Leben vorbereiten.

 

Mission der Neuapostolischen Kirche…

Zu allen Menschen hingehen, um sie das Evangelium Jesu Christi zu lehren und mit Wasser und Heiligem Geist zu taufen.

Seelsorge leisten und eine herzliche Gemeinschaft pflegen, in der jeder die Liebe Gottes und die Freude erlebt, Ihm und anderen zu dienen.

 

Wichtige Tage für Neuapostolische Christen sind…

Weihnachten
Bei der Geburt Jesu haben sich die mancherlei göttlichen Verheißungen erfüllt, die Gott zuvor gegeben hatte. Weihnachten ist deshalb nicht nur ein durch Besinnlichkeit oder von Brauchtum geprägtes Fest, sondern es ist eine Bestätigung, dass Gott alles erfüllt, was er verheißen hat. Dies bestärkt uns in der Glaubenssicherheit, dass sich auch bald alle Verheißungen erfüllen werden, die sich auf das zweite Kommen Christi beziehen.

Karfreitag
Karfreitag ist für uns ein Feiertag, an dem wir in tiefer Dankbarkeit und Demut des Opfers Christi gedenken, dessen, der sein unschuldiges Leben für uns in den Tod gegeben hat, damit wir, die sündigen Menschen, dem Tod entrissen werden und ewiges Leben bei Gott erhalten können. Dieser Tag erinnert uns an ein heilnotwendiges Geschehen und ist uns deshalb ebenso heilig wie Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt oder Pfingsten. Karfreitag bedeutet nicht einen Rückblick, der sich auf Buße und Reue beschränkt; vielmehr nehmen wir auch an diesem Tag in der Gemeinschaft – wie an jedem Sonntag – dankbar das Verdienst Christi in Anspruch.

Ostern
Vom Karfreitag über den Sabbat bis zu diesem Morgen war das Grab bewacht worden. Maria Magdalena machte sich mit anderen Frauen auf den Weg zur Grabhöhle. Als sie anlangten, „geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.“ Der Engel sprach zu den Frauen: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat“

Pfingsten
Wir feiern das Pfingstfest zum Gedächtnis an den Tag, an dem der Heilige Geist von Gott auf die Gläubigen ausgegossen wurde. Auch wir sprechen – in der Erinnerung an das oben geschilderte Geschehen zu Jerusalem – von Pfingsten als dem „Geburtstag der Kirche Christi“. Es ist ein Fest der Freude darüber, dass der Heilige Geist auch heute die Kirche Christi prägt.

Palmsonntag
Wenn wir heute Palmsonntag feiern, folgen wir dem Brauch der Christengemeinde in Jerusalem. Schon um das Jahr 400 wird von ihr bezeugt, dass sie sich am Ölberg versammelt und in einer Prozession in die Stadt hinuntergeht. Die Kinder sollen dabei Palmwedel und Ölzweige in Händen getragen haben.

Wenn wir den Palmsonntag begehen, steht der Herr selbst im Mittelpunkt, der sich nach dem Bericht der Evangelien vor allem Volk als der Messias und Friedensfürst zu erkennen gibt. Dass seine Befreiung Israels sich weit wirkungsmächtiger vollzieht als jede rein innerweltlich politische Befreiungstat, das müssen auch die Jünger Jesu erkennen. Jesus ist kein Herrscher dieser Welt, nicht wie die Fürsten und Könige, er ist vielmehr der Herr, der den Tod besiegt hat und wiederkommen wird in Herrlichkeit, um die Brautgemeinde zu sich zu nehmen.

Christi Himmelfahrt
Der Auferstandene blieb noch 40 Tage auf Erden und erschien den Seinen. Darüber wird in allen Evangelien und in 1. Korinther 15,5-7 berichtet. Die Zeit zwischen Auferstehung und Himmelfahrt dient dazu, dass sich Jesus als der „Lebendige“ zeigt, als derjenige, der den Tod überwunden hat.

Konfirmation
Nach der Konfirmation gehören die jungen Christen als vollverantwortliche Mitglieder zur Gemeinde. Sie zählen damit zur Jugend und können im Rahmen der Möglichkeiten das Gemeindeleben mitgestalten, z. B. durch das Mitwirken im Gemeindechor oder in den Jugendgruppen. Es ist das Ziel, dass alle Konfirmanden sich aktiv am Gemeindeleben beteiligen.

 

Wie gestalten Neuapostolische Christen ihre Gottesdienste/spirituellen Zusammenkünfte?

Für neuapostolische Christen bedeuten Gottesdienste etwas Besonderes. Als fester Bestandteil des christlichen Lebens bieten sie immer wieder Gelegenheit zur Gemeinschaft mit Gott und den Brüdern und Schwestern. Die Gottesdienstteilnehmer finden hier die notwendige Ruhe und Muße, Gottes Wort zu hören. Hier können sie göttlichen Frieden empfangen, Gnade und Erlösung erlangen und die göttliche Liebe verspüren.

Der neuapostolische Gottesdienst beginnt mit einem Gebet. Das anschließende Dienen der Amtsträger am Altar geschieht in freier Predigt, ohne Manuskript. Zur Vorbereitung auf den Gottesdienst dienen die von der Kirchenleitung herausgegebenen Leitgedanken, die das vorzulesende Textwort aus der Heiligen Schrift sowie einige wenige weiterführende Gedanken dazu enthalten. Die beauftragten Amtsträger vertrauen auf die Kraft des Heiligen Geistes. Jesus drückt es in der Bibel so aus: „Denn ihr seid es nicht, die da reden, sonders eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet.“ Auf dieses alte Wort verlassen sich die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche auch heute.

Ein Gottesdienst vermittelt neue seelische Kräfte, löst Freude aus und beschreibt die Zukunft der Gotteskinder: Das ewige Heil, die ewige Erlösung, das Geborgensein in Gottes Hand. Im Gottesdienst erleben neuapostolische Christen die innige Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Diese Gemeinschaft gibt Trost und Hoffnung, besonders auch für die Tage, in denen es nicht so läuft, wie wir uns das wünschen. Gleichzeitig erkennt der Mensch in den Worten der Predigt sich selbst, sein Verhalten und seine Erlösungsbedürftigkeit. Ist er sich dessen bewusst, kann er gläubig das Heilige Abendmahl feiern.

Gottesdienste sind daher auch als Gnadenangebote zu verstehen. Neuapostolische Christen feiern das Heilige Abendmahl in jedem Gottesdienst. Sie bekennen ihre Sünden vor Gott, die ihnen im Namen Jesu vergeben werden können. Sie vergeben auch ihren Nächsten und öffnen ihr Verständnis für göttliche Wohltaten. Das macht die Seele frei.

Unsere Gottesdienste stehen allen interessierten Menschen offen. Jeder kann sich überzeugen, wie wohltuend sich Ruhe und Seelenfrieden in der heutigen Zeit auswirken können.

 

Wie leben Neuapostolische Christen ihre Religion im Alltag und was ist ihnen heilig?

Die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche gehen wie alle anderen Menschen ihren täglichen Aufgaben nach und sind wie andere auch in ihrem Leben mit Freud und Leid konfrontiert. In all dem prägt das Bewusstsein um den gemeinsamen Ursprung alles Lebens in Gott die Wertschätzung und Achtung für die Mitmenschen, unabhängig von deren Herkunft und Abstammung, von ihren Lebensumständen und ihrer Religion, von etwaigen Krankheiten oder Behinderungen.

Ebenso leitet sich daraus die Sorge um Schutz und Erhaltung menschlichen Lebens und das Bemühen um eine, für kommende Generationen lebenswerte Umwelt ab. Diese positive Lebenseinstellung ist getragen vom Vertrauen auf Erlösung durch Jesus und ewige Gemeinschaft mit Gott. So sind neuapostolische Christen in der Gesellschaft integriert und entfalten frei ihre Persönlichkeit, wobei die Gestaltung des Privatlebens einzig Aufgabe und Entscheidung des Einzelnen ist. Sie übernehmen Verantwortung und erfüllen ihre Pflichten, sind aktiv im Beruf und haben Freunde in- und ausserhalb der Kirche. Das Angebot individueller Seelsorge ist ihnen Hilfe und Stärkung in den verschiedensten Lebensumständen.

 

Welche wichtige Richtungen gibt es im…

Aus der Neuapostolischen Kirche sind weitere Gemeinschaften hervorgegangen, so wie die Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften oder der reformierte Apostolische Gemeindebund. Es wird aufrichtig versucht miteinander in versöhnlicher Art und gegenseitiger Wertschätzung sich zu begegnen und in die Zukunft zu gehen.

 

Wie viele Neuapostolische Christen gibt es im Raum Innsbruck?

Die Kirchengemeinde Innsbruck gehört zum Kirchenbezirk Tirol. Das Einzugsgebiet der Gemeinde erstreckt sich auf das Ortsgebiet Innsbruck und Innsbruck-Land.

– Die Kirchengemeinde zählt zurzeit rund 200 neuapostolische Christen.

– Die Betreuung der neuapostolischen Gemeindemitglieder erfolgt durch ehrenamtlich tätige Seelsorger: 1 Evangelist, 3 Priester und 5 Diakone.

 

Kontakt & Ansprechpartner in Innsbruck

Für die Multireligiöse Plattform:

MAX VATINGOJER

Tel: (+43) 0676 836 867 220
E-Mail: max.valtingojer@nak-tirol.at

 

Versammlungsorte in Innsbruck

Neuapostolische Kirche in Innsbruck

Wiesengasse 23
6020 Innsbruck

Tel.: (+43) 0512 909396
E-Mail: gemeinde.innsbruck@nak-tirol.at
Web: http://innsbruck.nak.at

 

Wie ist die Situation in Tirol und Österreich insgesamt?

Die Neuapostolische Kirche…

…ist eine offene Kirche, zu der sich 10,5 Mill. Gläubige weltweit bekennen. Sie finanziert sich aus    
   freiwilligen Opfern ihrer Mitglieder.
…ist in Österreich staatlich anerkannt.
…Die Gemeindemitglieder engagieren sich ehrenamtlich in unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen der
   Kirche. 

 

Kurzchronik

1921 erteilte Bezirksapostel August Hölzel (Schweiz) den Auftrag in Innsbruck, zwischen Zürich und Wien, eine Kirchengemeinde zu gründen. Aufgrund eifriger Missionstätigkeit konnten 1922 die ersten neuapostolischen Christen vor Ort das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen – damit wurde der Grundstein für die Gründung der Innsbrucker Kirchengemeinde gelegt.

Die Strukturen der Gemeinde wuchsen, zum Beispiel übernahm ab dem Jahr 1947 Mercedes Scherer den Religionsunterrichtes sowie die musikalische Ausbildung im Gesang und in der Instrumentalmusik.

Anfangs fanden die Gottesdienste in verschiedenen Räumlichkeiten statt, viele Jahre davon im Franz-Hüttenberger-Heim. 

Im Dezember 1966 erfolgte der Spatenstich zum Bau einer Kirche in der Wiesengasse 23, die am 17.12.1967 durch den damaligen Bezirksapostel Ernst Streckeisen eingeweiht wurde. Seitdem finden dort die Gottesdienste jeweils am Sonntag und Donnerstag statt. 

Im Jahr 2003 erfolgten umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten im Außen- und Innenbereich.

 

Mehr zur Neuapostolischen Kirche

Neuapostolische Kirche für Kinder und Jugendliche auf www.religionen-entdecken.de

www.nak.org
http://www.nak.at/
www.nak.ch

Religionsgemeinschaften in Niederösterreich Broschüre der NÖ Landesregierung 2004
Religionen in Österreich Broschüre des Bundespressedienstes 2009
Ich bin Jude, Moslem, Christ … bm:bwk – Tyrolia Verlag 2002