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Serbisch-orthodoxe Kirche

Seit wann gibt es die Serbisch-orthodoxe Kirche?

Die Übernahme des christlichen Glaubens bei Serben wurde im 9. Jh. nach dem byzantinischen Ritus vollzogen. In schriftlichen Unterlagen des 10. Jh. wurden die Bischofssitze in den Städten Ston, Ras Niš und Prizren genannt. Die Autonomie der serbischen Kirche, die gleichzeitig zu dem Erzbistum erhoben wurde, erreichte Hl. Sava in Nizäa im Jahr 1219 bei byzantinischen Kaiser Theodoros I. Laskaris und dem damaligen Konstantinopler Patriarchen Manuel Sarantenos.

Woran glauben die Serbisch-orthodoxen Christen?

„Orthodoxie“ bedeutet die Rechtgläubigkeit, rechte Verehrung und Lobpreisung Gottes; die Grundlage bildet das Bekenntnis zur Dreifaltigkeit, Heilige Schrift und Offenbarungsschrift, das Alte- und Neue Testament; Die Quellen der Lehre sind: die ersten 7 Konzile (325-787), die Schriften der Kirchenväter und die Hl. Tradition ( Praxis des Kirchenlebens, Überlieferung und das Kirchenrecht); Selbstverständnis: Kirche ist Glaubensbekenntnis: von Nizäa aus dem Jahr 325 und “Symbolon“ von Konstantinopel aus dem Jahr 381 ohne „Filoque“.

Ein wichtiger Satz für die Serbisch-orthodoxen Christen ist…

Christus ist auferstanden – Er ist wahrhaftig auferstanden!

Wichtige Tage für Serbisch-orthodoxe Christen sind…

Herrenfeste, Maria Muttergottesfeste und Heiligen Feiertage.

Wie gestalten Serbisch-orthodoxe Christen ihre Gottesdienste/spirituellen Zusammenkünfte?

Versammlungen an Hl. Liturgien, Abendgottesdienste, Morgengottesdienste.

Wie leben Serbisch-orthodoxe Christen ihre Religion im Alltag und was ist ihnen heilig?

Teilnahme an der Heiligen Liturgien und der Hl. Kommunion.

Welche wichtigen Richtungen gibt es im Serbisch-orthodoxen Glauben

In der Serbisch-orthodoxen Kirche gibt es keine Richtungen außer dem Weg der Rettung und der Reue. Grundlage ist Gottmenschliches Erlösungswerk in Jesus Christus und daraus ausgehend: die Entwicklung einer allumfassenden Ethik; die Synergie zwischen Gott und Mensch.

Wie viele Serbisch-orthodoxe Christen gibt es im Raum Innsbruck?

Ca.7000 Gläubige in der Innsbrucker Kirchengemeinde.

Kontakt & Ansprechpartner in Innsbruck

Erzpriester Aleksandar Stolić

Für die Multireligiöse Plattform:

Mag. Gordana Nadler 0664 314 62 01

Versammlungsorte in Innsbruck

Serbisch orthodoxe Kirche

Maximilianstrasse 8

6020 Innsbruck

Tel.: 0660 652 76 55

E-Mail: info@spc-innsbruck.at
Web: spc.innsbruck.at

Wie ist die Situation in Tirol und Österreich insgesamt?

Die Situation in Tirol ist sehr zufriedenstellend. Die Kirchengemeinde verzeichnet seit ihrer Gründung einen ständigen Zuwachs.

Kurzchronik

Die Innsbrucker Kirchengemeinde wurde im Jahr 1992 gegründet und umsorgt heute 10-13000 Serben in Tirol. Ab dem Jahr 1995/96 wurde in Tiroler Schulen auch für die orthodoxe Schüler der Religionsunterricht eingeführt und wird von Erzpriester Aleksandar und fünf Religionslehrern an allen Schulstufen unterrichtet. Die Innsbrucker serbisch-orthodoxe Pfarre ist Mitglied im Ökumenischen Arbeitskreis Tirol, beteiligt sich regelmäßig an den ökumenischen Gottesdiensten und ist von Beginn an bei jährlichen Veranstaltungen der „Langen Nacht der Kirchen“ vertreten.

Ab dem Jahr 2001 wurde innerhalb der Innsbrucker Kirchengemeinde der Frauenverband „Hl. Petka“ gegründet und hat zum Ziel, neben den karitativen Tätigkeiten, die Festigung des Glaubens und des kirchlichen Bewusstseins. Die Pfarre bringt regelmäßig einen Pfarrbrief heraus, die Home Page bietet zweisprachige aktuelle Informationen über die Gottesdienste und Glaubensfragen an und pflegt gut aufgebaute Verhältnisse mit den katholischen und evangelischen Pfarrgemeinden. Der Gemeindepriester leistet auch Klinik- und Gefängnisseelsorge.

Mehr zur Serbisch-orthodoxen Kirche

Mit dem Bescheid der Bischöflichen Synode der Serbisch-orthodoxen Kirche von 26. Mai 2011 in Belgrad, wurde die Diözese von Österreich und der Schweiz mit dem Sitz in Wien gegründet; ab dem 24. Mai 2014 wurde Bischof Andrej (Ćilerdžić) als Vorsteher der Diözese ernannt, zu der auch die serbischen Gläubigen in Italien, Vatikan und Malta gehören. Die österreichische Diözese Zählt 17 Kirchengemeinden; das Orthodoxe Schulamt hat ihren Sitz in Wien wie auch die Orthodoxe Militärseelsorge. Die Religionslehrer für den orthodoxen Unterricht werden an der „Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Wien/Krems ausgebildet.

Die Schulkappelle in der Sieberer Straße, das erste Gotteshaus aller orthodoxen Gläubigen in Tirol, die gemeinsam von Russen, Griechen, Bulgaren, Rumänen, Serben, Georgier jahrelang benutzt wurde, entpuppte sich als viel zu klein für die Bedürfnisse der serbischen Gläubigen. Ihre lange Suche nach eigenem Gotteshaus fand überraschend ein Ende: der Redemptoristenkolleg hat, nach Mitteilung von Provinzial P. Alfons Jestl beschlossen, den Standort Innsbruck zu verlassen und da ihre Klosterkirche weiterhin in Funktion eines Gotteshauses bleiben soll, wurde entschieden, dass die Kirche aus ihrem Besitz an die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde übergeht. Die dreischiffige Emporen Basilika erbaut im neuromanischen Stil wurde im Mai 1898 eingeweiht, die Ausmalung des Kircheninneren mit Fresken im sogenannten Nazarenerstil im Dezember 1904 abgeschlossen. Die feierliche Übernahme fand am 9. März 2019 statt und die erste Hl. Liturgie wurde am 21. September 2019 feierlich zelebriert.

Weitere Informationen auch in deutscher Sprache auf: www.spc.-innsbruck.at