Die Multireligiösen Plattform Innsbruck (MRPI) gratuliert der Alevitischen Glaubensgemeinschaft zum 10-jährigen Bestehen von „Hizir Austria“
Am 12. Juni 2016 wurde der caritative Verein „Hizir Austria“ von der Alevitischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (ALEVI) mit dem Zweck gegründet, dass die Hungrigen gespeist, den Bedürftigen beigestanden und den in Not Geratenen geholfen werden kann. Am 17.01.2026 wurde zum 10-jährigen Jubiläum zu einem Fest im FoRum in Rum eingeladen. Neben musikalischen Einlagen von Sängerinnen und Sängern, begleitet von SARS-Spielern wurde eindrucksvoll der humanitären Leistung der letzten 10 Jahre gedacht. Auch Vizebürgermeister Georg Willi bedankte sich ausdrücklich für die Hilfestellung, die der Verein an Bedürftige im In- und Ausland geleistet hat.
Der Werdegang der humanitären Hilfe in Österreich
Die humanitäre Hilfe durch Religionsgemeinschaften in Österreich hat sich im Laufe der Geschichte stark verändert und professionalisiert. Schon im Mittelalter leisteten vor allem katholische Klöster und Orden karitative Arbeit, indem sie Arme, Kranke und Bedürftige versorgten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Organisationen wie Caritas (katholisch) und Diakonie (evangelisch) zu wichtigen Trägern humanitärer Hilfe. Zunächst beim Wiederaufbau, ab den 1970er Jahren auch international.
In den 1990er-Jahren kamen durch Migration neue Religionsgemeinschaften hinzu, insbesondere muslimische, orthodoxe und buddhistische Organisationen, die eigene humanitäre Projekte aufbauten und sich an Flüchtlings- Armen- und Entwicklungshilfe beteiligten.
Heute leisten in Österreich viele Religionsgemeinschaften aktive Beiträge bei Armut, Integration und Katastrophenhilfe. Darunter seit zehn Jahren auch die „Hizir Austria“.
Es gibt bereits zahlreiche interreligiöse Projekte in der Zusammenarbeit im humanitären Bereich. Diese wird in Zukunft immer wichtiger werden. So ist auch die Multireligiösen Plattform Innsbruck (MRPI) bestrebt, vermehrt zur interreligiösen Vernetzung und Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften im Humanitären Bereich anzuregen und zu begleiten.
Bilder:
Im Bild links Präsidentin von Hizir Austria, Frau Zöhre Dogan, bekommt Blumen überreicht.
Im zweiten Bild sprich der Präsident der Alevitischen Glaubensgemeinschaft Yüksel Bilgin seine Grußworte.
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