15.2. bis 15.2.2027
"Hypapante ist das dritte Hochfest der Feier der Menschwerdung und Erscheinung des Gottessohnes. Es schließt den Festzyklus ab und weist bereits voraus auf Kreuz und Pascha durch die prophetischen Worte des Simeon.
Die Begegnung des Herrn mit Simeon, dem Greis, und Anna, der alten Frau, ist zugleich Symbol der Begegnung des neuen Heils mit dem herbstlichen Alten Bund, mit der durch die Sünde alternden Menschheit und mit jeder der Hoffnung erstorbenen Menschenseele, die das neue Leben empfängt. In dieser Begegnung wird der menschlichen Natur Erneuerung, Heilung und Vergöttlichung zuteil. Vom einzelnen Gläubigen aber wird dies als zwiefache Segnung erfahren: als die Segnung seiner Hände, so dass sein Tun und Lassen fortan ein gesegnetes ist, und als das neu geschenkte Vermögen, in Freude und Frieden die Welt zu verlassen, weil Sinn und Ziel des Lebens nicht mehr in Frage stehen. Dies bringt eine Distanz zur Welt und eine Gelassenheit, die zum Leben wie zum Sterben gleich nötig ist.Unser Fest ist bereits durch die Pilgerin Aetheria in Jerusalem um die Wende vom vierten zum fünften Jahrhundert bezeugt und hat sich von da aus in die ganze Oikumene verbreitet."
In der Orthodoxen Kirche ist das Fest der Hypapante ein Christusfest und kein Fest der Gottesgebärerin (wie in der katholischen Kirche).
In vielen Klöstern und Gemeinden findet an diesem Tag am Ende der Liturgie eine Segnung der Kerzen statt.
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