Interreligiöse Friedensgebete vor dem Dom

40 Jahre nach Assisi setzten Religionsgemeinschaften und Politik in Innsbruck ein Zeichen für Frieden.

Vierzig Jahre nach dem historischen Friedensgebet von Assisi kamen in Innsbruck Vertreter:innen verschiedener Religionsgemeinschaften, der Politik und zahlreiche Besucher:innen zusammen, um gemeinsam für Frieden und Verständigung zu beten. Die Veranstaltung erinnerte an das von Papst Johannes Paul II. initiierte Treffen in Assisi im Jahr 1986, bei dem erstmals Angehörige unterschiedlicher Religionen gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen Gewalt und für ein friedliches Miteinander setzten.

Das Innsbrucker Friedensgebet knüpfte an das Beispiel von Assisi an: Frieden entsteht nicht erst auf den großen Bühnen der Weltpolitik, sondern beginnt im Alltag, in den Worten und im Handeln jedes einzelnen Menschen.

Sichtbaren Ausdruck fand dieser Gedanke in einer gemeinsamen Zeichenhandlung zum Abschluss des Friedensgebets. Die Teilnehmenden schrieben persönliche Wünsche, Hoffnungen und Bitten für den Frieden auf kleine Zettel und hängten sie an einen Olivenbaum. So entstand ein vielstimmiges Bild der Sehnsucht nach einer friedlicheren Welt. Der Olivenbaum, seit Jahrhunderten Symbol für Frieden und Versöhnung, wurde damit zum Zeichen dafür, dass Frieden dort wachsen kann, wo Menschen einander mit Offenheit, Respekt und Menschlichkeit begegnen.


Text und Bildnachweis: Arno Cinelli/dibk

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